Review: Casualties Of Cool – CASUALTIES OF COOL

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Review: Casualties Of Cool – CASUALTIES OF COOL

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Casualties Of CoolNicht der Typ im Mötley-Crüe-Shirt…

Er ist schon ein wahrer Workaholic, dieser Devin Townsend. Letztes Jahr veröffentlichte er sein Doppel-Album Z2, auf dem sich auch die Fortsetzung seines Konzeptwerks ZILTOID THE OMNICIENT (2007) befand, das er Anfang des Jahres als schrilles Rockmusical in der Londoner Royal Albert Hall auf die Bühne gebracht hatte. Mit seinem Projekt Casualties Of Cool zeigt der Kanadier nun eine bislang unbekannte musikalische Seite. Nach getaner Arbeit auf der Bühne oder im Studio tüftelte er über vier Jahre lang nachts mit einer alten Telecaster und einem verstaubten Fender-Amp an traditionellen Folksongs. Schließlich ist er mit der Musik von Johnny Cash und den Clancy Brothers aufgewachsen, fokussierte sein Schaffen bisher aber immer auf den progressiven Rock- und Metal-Bereich. Der Hauptgrund seines Genreausflugs ist vor allem die Vermeidung von Stillstand: „Ich will nicht bis zum meinem Lebensende so etwas wie der Typ im Mötley-Crüe-Shirt sein.“ Mit CASUALTIES OF COOL beweist er, dass diese Gefahr nicht droht. Schon der Opener ›Daddy‹ überzeugt mit seinem bluesigen Gitarrenpicking, gefolgt vom düster-folkigen ›Mountaintop‹. ›The Code‹ zollt dem Man In Black und John Mellencamp Tribut, beim Instrumental ›Pier‹ experimentiert er mit Jazzsaxophon und Indianerrhythmen. Umwoben ist das Ganze von Townsends einzigartigem, sphärischem Soundgewand. Als gesangliche Verstärkung hat er sich Che Aimee mit ins Boot geholt, die ihn schon bei KI aus dem Jahr 2009 unterstützte. Devin Townsend mal anders – und ganz besonders.

Casualties Of Cool
CASUALTIES OF COOL
INSIDEOUT/SONY
8/10

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