Meilensteine: Der tragische Tod von Buddy Holly

-

Meilensteine: Der tragische Tod von Buddy Holly

- Advertisment -

3. Februar 1959: Buddy Holly, Ritchie Valens und J.P. „The Big Bopper“ Richardson kommen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

Mit 24 Konzerten in 24 Tagen und einem Zickzackkurs durch den Mittleren Westen der USA fühlte sich die von Buddy Holly & The Crickets angeführte „Winter Dance Party“ nicht gerade wie eine gemütliche Tournee an. Vom Start am 23. Januar 1959 in Milwaukee an dominierte frostiges Winterwetter. Lange Anfahrten von einem zum anderen Gastspielort in unterkühlten, maroden und mehrmals ausgetauschten Schulbussen erwiesen sich für das Team, darunter Frank Sardo, Richie Valens, J.P. „The Big Bopper“ Richardson und Dion & The Belmonts, als fieses Gesundheitsrisiko: Erkältungen und Frostbeulen machten die Runde. Zudem gab es keinerlei Roadcrew – die Musiker mussten die Anlage selbst auf- und abbauen bzw. be- und entladen.

Alsbald zeigten Valens und Richardson Grippe-Symptome, Cricket-Schlagzeuger Carl Bunch musste gar ins Hospital. Ein Supergau! Fungierten die Crickets, zu der auch der spätere Country-Outsider Waylon Jennings (Bass) und Tommy Allsup (Gitarre) zählten, doch als Begleiter sämtlicher Mitwirkender. Für den ausgefallenen Bunch sprangen wahlweise Holly, Valens und Carlo Mastrangelo (The Belmonts) ein. 350 Meilen Tagesreise lagen hinter der Truppe, als sie am 2. Februar im Surf Ballroom in Clear Lake, Iowa, vom vorangegangenen Termin in Green Bay, Wisconsin, eintraf. Vor ihr lagen in den nächsten Tagen weitere Irrsinnsfahrten. Holly entschied sich dazu, beim Flying Service von Hubert Jerry Dwyer für 36 Dollar pro Person eine viersitzige 1947er-Beechcraft 35 Bonanza samt 21 Jahr altem Piloten Roger Peterson zu chartern. Nach einigem Hin und Her gingen Holly, Valens und Richardson an Bord.

Um 0.55 Uhr hob die Maschine unter ungünstigen Wetterbedingungen auf dem Mason City Municipal Airport ab. Wenig später schon muss sie abgestürzt sein, da mehrere Funkrufe unbeantwortet blieben. Dwyer war es, der Stunden später den zerstörten Miniflieger samt toter In­­sassen nur sechs Meilen vom Flugplatz entfernt in einem Kornfeld fand. In seinem 71er-Evergreen ›American Pie‹ fasste Don McLean die Tragödie poetisch als „The Day The Music Died“ zusammen.

Buddy Holly Fleugzeugwrack

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Status Quo: Tour für 2022 geplant

Nachdem die Briten zuletzt ihre Backbone-Tour für 2020 absagen mussten, gibt es jetzt neue Termine. Im Frühling und Spätsommer 2022...

Van Morrison: Livestream zum neuen Album

Das neue Doppelalbum LATEST RECORD PROJECT: VOLUME 1 wird mit einem entsprechenden Livestream gefeiert. Nachdem Release-Parties im Moment schwierig sind,...

Humble Pie: Der Strudel des Erfolgs

Im Jahr 1971, also vor 50 Jahren, sind Humble Pie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Die Briten, einst als...

Thunder im Interview: „Es ist doch nur Rock’n’Roll…“

Sie wissen natürlich, dass es momentan andere Prioritäten gibt, aber man kann Thunder ihren Frust darüber, nicht mit ihrem...
- Werbung -

Thundermother: Größtes, kleinstes Konzert in Berlin

Nachdem im Berliner Olympiastadion schon Rekorde für das größte Publikum aufgestellt wurden, gibt es jetzt einmal das Gegenteil: das...

Reach: Über THE PROMISE OF A LIFE im Video-Interview

In den letzten Jahren waren Reach eine dieser schwedischen Rockbands, wie man sie inzwischen gut kennt. Lange Haare, sleazig...

Pflichtlektüre

The Dead Daisies: Neues Video zu ›Chosen And Justified‹

Wer es auf der Erde momentan nicht mehr aushält,...

Neuigkeiten zu: Manraze

Auch mit knappen 50 hat man noch Träume. Phil...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallen
Für dich empfohlen