Review: ANGEL HEADED HIPSTER – THE SONGS OF MARC BOLAN & T.REX

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Review: ANGEL HEADED HIPSTER – THE SONGS OF MARC BOLAN & T.REX

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But you won’t fool the children of the revolution: 26 Coverversionen des King Of Glam Rock

12 Alben und rund drei Dutzend Singles hinterließ Marc Bolan, als er am Morgen des 16. September 1977 bei einem Autounfall in seinem von Lebensabschnittsgefährtin Gloria Jones gesteuerten Mini Cooper mit gerade mal 29 Jahren ums Leben kam. Verinnerlicht blieb der knapp 1,60 Meter kleine, stets glamourös gekleidete Londoner Exzentriker über die Dekaden in mindestens zwei Generationen: Im esoterischen Folk-Duo Tyrannosaurus Rex galt Poet Bolan als Sprachrohr der Spätsechziger-Hippies.

Nach Umbenennung in T. Rex samt Erweiterung zum Quartett begeisterte das 1947 als Mark Feld geborene Allroundtalent als erste Galionsfigur der GlamRock-Bewegung ein Millionenpublikum an Teenagern beiderlei Geschlechts. Mit ANGEL HEADED HIPSTER – THE SONGS OF MARC BOLAN & T. REX liefern der kürzlich an Covid-19 verstorbene US-Produzent Hal Willner unter Konzeption von Bill Curbishley und Ethan Silverman ein All-Star-Tribute an David Bowies Jugendfreund. Im Segment Weltstars firmiert zwar lediglich die seltsame Kombination U2 feat. Elton John, jedoch kann sich das Artist Roster mit u. a. Kesha, Børns, Gavin Friday, Devendra Banhart, Father John Misty, John Cameron Mitchell, Maria McKee sowie Duetten der Lennon-Söhne Sean (mit Freundin Charlotte Kemp Muhl) und Julian (mit Victoria Williams) sehen lassen.

Von den 26 oft gegen den Strich gebürsteten Tracks, ragen indes einige positiv heraus: New York Doll David Johansens R’n’B-Swing-Version ›Bang A Gong (Get It On)‹ etwa, während gleicher Song von U2 feat. Elton John schlicht langweilt. Joan Jett überzeugt mit einer deftigen Fassung von ›Jeepster‹ ebenso wie Nick Caves ›Cosmic Dancer‹, King Khans ›I Love To Boogie‹, Perry Farrells ›Rock On‹, Nenas ›Metal Guru‹, Marc Almonds ›Teenage Dream‹, Peaches ›Solid Gold, Easy Action‹ und Todd Rundgrens ›Planet Queen‹, mögen die zuweilen mit Streichern, Bläsern und Flügelgeklimper überfrachteten Arrangements – als wolle man Brecht/Weill zeitgemäß vertonen – auch noch so vertrackt tönen.

Dabei kann man sich schon verzetteln im Ich-will-ganz-anders-als-das-Original-sein oder so klingen wie ein Teil einer Musical-Aufführung und trotzdem demonstriert ANGEL HEADED HIPSTER,
welch exzellent zeitloser Komponist und Texter Marc Bolan war.

7 von 10 Punkten

Various Artists
ANGEL HEADED HIPSTER – THE SONGS OF MARC BOLAN & T. REX
BMG / WARNER

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