Review: Paul Weller – FAT POP

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Review: Paul Weller – FAT POP

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Engagierter Soul, nachdenkliche Balladen, zwischendrin Glam-Rock: solides Weller-Handwerk

Die Pandemie macht auch vorm Modfather nicht halt. Also musste Paul Weller im Frühjahr 2020 zuerst mal alleine ins Studio, um Gitarre und Gesang fürs neue Album aufzunehmen. Als im Sommer gelockert wurde, kam dann doch noch die ganze Band zusammen. Letztendlich klingt FAT POP jetzt nach solidem Weller-Handwerk.

Der Electro-Beat gleich zu Beginn irritiert zunächst, danach geht’s rein in federnden Soulpop, Glam-Rock und kraftvolle Britpop-Balladen mit Streichern und Klavier. Im Titelsong kommen Strawberry-Fields-Psychedelik, Bowie und HipHop-Vibes zusammen. Im Mittelteil des Albums engagierter Funk und Soul in Curtis-Mayfield- und Marvin-Gaye-Tradition. „Get up and get involved, it’s now or never“: Es geht um Black Lives Matter. Ansonsten viel Nachdenklichkeit. Wie findet man zu sich selbst, wie schafft man es, sich selbst zu akzeptieren? ›Still Glides The Stream‹, das letzte Stück, reicht zurück zu den eigenen Wurzeln in der Working Class – Weller stammt aus einer Arbeiterklassefamilie. Im Zentrum ein Straßenreiniger. Man solle vorsichtig sein, auf wen man herabschaut und wen man für selbstverständlich nimmt, mahnt Weller. Garantiert kein Zufall, dass der Song gerade jetzt erscheint.

8 von 10 Punkten

Paul Weller, FAT POP, POLYDOR/UNIVERSAL

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